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Verfall der Sitten innerhalb der Netzkultur
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Martin
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Anmeldungsdatum: 07.07.2004
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 16:26    Titel: Verfall der Sitten innerhalb der Netzkultur Antworten mit Zitat

Moin zusammen,

ich würde gerne eine kleine Diskussion über den „Verfall der Sitten in der Netzkultur“ mit Euch beginnen und hoffe, daß der eine oder andere von Euch Interesse an dem Thema hat.

Seit ca. 1991 bin ich im Internet aktiv – angefangen im Rechenzentrum der Uni Oldenburg, über mein erstes 14.4er Analog-Modem, ISDN und DSL. In dieser Zeit habe ich einiges an Erfahrungen im Internet, dem World-Wide-Web, Mailboxen, in Chaträumen, Foren und im e-Mailverkehr sammeln können. Trends kamen und gingen – das Netz veränderte sich – einige wenige erreichten ihre 5 Minuten Weltruhm, andere machten sich auf längere Sicht einen Namen, Suchmaschinen, private Webseiten, Firmenpräsenzen kamen und gingen, hinterließen Spuren, oder auch nicht...

Manches war gut, manches nicht, manches machte Sinn, manches nicht. Jedoch gibt es eine Sache, die ich in all den Jahren skeptisch beäugt habe und die mich wirklich ganz massiv stört – ich möchte es als den „Verfall der Sitten in der Netzkultur“ bezeichnen.
Diesen Trend verfolge ich wirklich mit sehr großer Skepsis und vor allem beunruhigt mich, daß sich das Problem zunehmends ausweitet.

Worum es im Einzelnen geht:

Wenn ich mir im Internet Texte auf Webseiten, Postings in Foren, Äußerungen in Chaträumen oder auch nur meinen Posteingang (e-Mail) ansehe, stelle ich fest, daß sich offensichtlich immer mehr Menschen keinerlei Gedanken mehr über Rechtschreibung, Umgangsformen und Höflichkeit machen. Groß-/Kleinschreibung ist passé, Zeichensetzung gibt es nicht mehr – wenn überhaupt dann nur Ansammlungen von mindestens 3 „!“ oder „?“ – Satzstrukturen und Rechtschreibfehler werden nach dem Tippen und vor dem Absenden nicht mehr überprüft – teilweise die Inhalte auch nicht (so kommt es mir jedenfalls vor...).

Immer häufiger finden auch Slang und Dialekte Einzug in Texte, wobei sich mir immer weniger erschließt, ob derjenige, der so tippt, überhaupt in der Lage ist, sich noch anders mitzuteilen.

Um das noch klarzustellen: Ich spreche dabei nicht Menschen mit Rechtschreibschwächen oder Legastheniker an, sondern diejenigen, die einfach zu faul sind, ihre Texte nach dem Erstellen noch einmal zu überprüfen. Auch bin ich mir sicher, daß sich in diesem Text von mir noch einiges an Rechtschreibfehlern finden wird, jedoch versuche ich diese zu minimieren, weil ich mir vor dem Absenden den Text noch einmal genau durchlese und unter anderem auch noch auf inhaltliche Fehler, ungeschickte Formulierungen und Formatierung (Absätze) achte. Dieser Mehraufwand ist es mir wert, denn ich weiß, daß ich damit die Lesbarkeit drastisch erhöhen kann.
Wer möchte, kann mein Posting dennoch gerne analysieren, auseinandernehmen und zerpflücken und anschließend alle gefundenen Rechtschreibfehler auflisten. (und behalten...) Breites Grinsen


Ein gewisses Verständnis dafür kann ich bedingt noch innerhalb des Chats mitbringen, da es hier ja auch darum geht, möglichst schnell zu tippen – daß dabei Satzzeichen und Großbuchstaben gerade von ungeübten „Tippern“ unter den Tisch fallen, ist durchaus nachvollziehbar, jedoch leidet die Lesbarkeit darunter dennoch massiv. Manchmal muß ich Texte mehrfach lesen, bzw. nachfragen, damit sich mir der Sinn überhaupt erschließt.
Das Kommunizieren in einem Chat ist naturgemäß eine relativ unpersönliche, anonyme Sache und das einzige Mittel zum Ausdruck ist das, was man dort schreibt. Eine Person in einem Chatraum definiert sich für seine Mitchatter anhand dessen, was er schreibt und wie er es schreibt. Insofern ist es mir persönlich sehr wichtig, auf einigermaßen korrektes Deutsch und vernünftige Rechtschreibung zu achten, denn viel mehr (abgesehen von den eigentlichen Inhalten) hat mein Gegenüber nicht, um sich ein Bild von mir zu machen.

Aber wie gesagt, das Problem ist ja nicht nur in Chaträumen präsent, sondern ebenfalls auf Webseiten, Foren und in e-Mails. Und hier spielt der Zeitfaktor nur einen untergeordnete Rolle, denn hier muß nicht in „Echtzeit“ geantwortet werden.

Hier fällt mir auf, daß in Foren und eMails oftmals einfach direkt losgeschrieben wird, ohne eingangs einen kleinen Gruß zu schreiben, sich am Ende zu verabschieden oder Wörter wie „bitte“ bzw. ein Dankeschön zu verwenden. Für mich ist es selbstverständlich, daß wenn ich an jemanden eine e-Mail mit einer Frage schreibe, ich anschließend, wenn mir geholfen wurde, auch eine Antwort schreibe und mich für die Hilfe bedanke.
Als Webmaster bzw. Forenadmin erreichen mich täglich mehrere Mails, in denen gelegentlich Fragen gestellt werden und ich versuche diese, wenn sie einigermaßen höflich formuliert sind, auch im Rahmen meiner Möglichkeiten zu beantworten. Allerdings hat ein Dankeschön (auf eine Antwort von mir) dann doch eher Seltenheitswert.

Was mich an einigen e-Mails stört, nochmal stichpunktartig zusammengetragen:

- Kein Betreff oder so aussagekräftige Topics wie „Hallo“, die ein späteres Auffinden fast unmöglich machen
- Keine direkte Anrede, keine Begrüßung
- Keine Überprüfung der Rechtschreibung, Grammatik und der Inhalte
- Keinen Gruß am Ende, kein Dankeschön
- Keine Groß-/Kleinschreibung
- Keine Zeichensetzung (oder inflationäre Verwendung von „?“ und „!“ in Ketten)
- Kein Name/Nick
- Keine Antwortmail, wenn geholfen wurde

Daß ich als Webmaster von ad.de gelegentlich eMails mit Autogrammwünschen und ähnlichen Anfragen bekomme, die mit „Hallo Wolke“ oder „Sehr geehrte Frau Hegenbarth/Degenhardt (!)“ beginnen, spielt hierbei nur am Rande eine Rolle und soll nicht weiter thematisiert werden :happy:


Desweiteren scheint ein signifikant hoher Anteil der Bevölkerung der Meinung zu sein, daß es nach Einführung der neuen Rechtschreibung überhaupt kein „ß“ mehr gibt. Aus „daß“ wird „dass“ (korrekt), manchmal auch „das“ (falsch) – aber auch alle weiteren Wörter werden pauschal mit „ss“ geschrieben – was sicherlich den Lesefluß nicht unbedingt stört, teilweise aber den Sinn verändern kann.
Wie dem aufmerksamen Leser nicht entgangen sein dürfte, schreibe ich ja auch noch nach den Regeln der alten Rechtschreibung, was teilweise auch daran liegt, daß ich nicht nachvollziehen kann, warum man Regeln verändert hat, die letztendlich zu keiner Erleichterung oder Reduzierung geführt haben, sonder nur zu einer zunehmenden Verunsicherung. Aber auch das ist ein Thema für sich.

Mich würde auf jeden Fall interessieren, wie Ihr darüber denkt und was Ihr für Erfahrungen in dem Bereich gemacht habt.

Vielen Dank an alle, die sich durch meinen „Roman“ durchgekämpft haben! Zwinkern

Liebe Grüße,

Martin (aka Krys)

P.S.: Wie gesagt – ich bin mir durchaus darüber im Klaren, daß ich nach den Regeln der alten Rechtschreibung schreibe und das werde ich auch weiterhin tun, solange man dafür nicht ins Gefängnis muß.
Und die direkte Anrede in Forenpostings oder e-Mails werde ich auch weiterhin groß schreiben – auch, wenn man das jetzt nicht einmal mehr bei Briefen so macht. In diesen Dingen bin ich vermutlich etwas konservativ.
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MrMister
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Kann dir da nur beipflichten, ich habe mich hier in einem Thread auch schon darüber ausgelassen, wie einige meiner Altersgenossen die deutsche Sprache vergewaltigen. Meiner Meinung nach gibt es aber eine generelle Tendenz zum Verfall, nicht nur im Internet. Kaum ein deutscher Schüler kann einen stinknormalen Satz schreiben, ohne nicht mindestens eine zweistellige Anzahl an Fehlern zu produzieren, kennt nicht mal die einfachsten Fremdwörter und scheint auch sonst nicht sehr daran interessiert, die deutsche Sprache so zu benutzen, wie es gedacht ist. Der Gipfel der Armut ist dann das Einbauen von Anglizismen, wenn das jemand in meinem Freundeskreis macht wird er schlicht ausgelacht. Bei einigen Wörtern kann ich das ja noch nachvollziehen (z.B. Handy), aber bei den meisten Wörtern soll es "cool" klingen und blamiert die betroffene Person nur. Umgangsformen allgemein haben auch keine so große Bedeutung mehr, auch auf verbaler und nicht nur schriftlicher Basis. Sehe das auch als eine traurige Entwicklung, aber die wird wohl kaum aufzuhalten sein, solange man den "Ringtone of the month" "downloaden" kann und dann "supercoole boys" für einen "Flirt" kennenlernt.
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Martin
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

@MrMister:

Vielen Dank für Deine Antwort! Auf das Thema Anglizismen wollte ich auch noch eingegangen sein - hab's dann aber doch vergessen... Unsicher

MrMister hat Folgendes geschrieben:
...
(z.B. Handy)
...

In diesem Zusammenhang interessant, daß kaum einer weiß, daß das "mobile phone" ausschließlich in Deutschland "Handy" genannt wird. Besserwisser

Liebe Grüße,

Martin
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Andreas
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

iCH wEIs gaR nIcH fOn waz Duh spRiChST Ausrufezeichen??Ausrufezeichen?!! Zunge rausstreckend

Im Ernst: Ich kann Dir da nur beipflichten, hab ich Dir ja auch schon mal am Telefon gesagt.

Wenn jemand aufgrund einer Behinderung, weil er Ausländer ist o.ä. nicht korrekt schreiben kann ist das natürlich kein Problem. Dafür habe ich vollstes Verständnis. Im Chat verzichte ich auch selbst auf korrekte Groß-/Kleinschreibung, weil es einfach einen kleinen Tick schneller geht. Auf korrekte Schreibweise achte ich aber auch dort und überfliege einen Satz noch kurz vor dem Abschicken.

Aber allen anderen kann ich nur sagen: Das ist grob unhöflich dem Gesprächspartner gegenüber! Böse
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Rijana
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Tja Martin, ich muss dir wohl oder übel auch zustimmen.
Es ist nun mal tatsächlich so das es niemanden mehr interessiert wie man schreibt. Die meisten verwenden Wörter die ich noch niemals gehört habe, was vermutlich daran liegt, da diese Wörter nicht existieren.
Allerdings gibt es auch Wörter die als Abkürzungen verwendet werden, die benutze ich auch oft und denke sowas ist noch akzeptabel wenn es ums geschriebene geht. Wenn man die Wörter allerdings beim Sprechen abkürzt. Naja, jedem seine Meinung, aber ich wüsste dann nicht was man von mir will Zwinkern .
Ich finde es gut wenn man darauf achtet wie man schreibt und vor allem WAS man schreibt (man könnte das vermutlich mit allen W - Wörtern weitermachen Breites Grinsen ).
Allerdings sollte man nicht vorschnell urteilen. Man kann an einem Tag so schreiben, dass keiner mehr weiß um was es geht und am nächsten Tag ist es sogar für den dümmsten unter uns (sprich mich) verständlich was er meint.
Man sollte einfach ein klein wenig darauf achten, ich verlange nicht, dass jedes Wort im Duden nachgeschlagen wird, aber man sollte die Bedeutung der Worte nicht verdrehen!
Zu den Mails und Forentopics kann ich nur sagen, die Leute begreifen es nicht. Selber erwartet man, freundlich behandelt zu werden, aber selber macht man es nicht. Grußformel und Abschiedsfloskel reichen da meistens aus.
Allerdings sind bei Forenbeiträgen diese Sachen nicht ganz so wichtig. 1. man weiß wer es geschrieben hat, 2. finde ich es unübersichtlich wenn in jedem Beitrag ein "hallo zusammen" steht und das dann noch 20 Mal in einem Thema.
Aber prinzipiell muss ich zustimmen!
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MrMister
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

In ein Forum gehört auch kein Hallo rein, glaube Martin meinte das eher auf PMs bezogen Blumen
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Martin
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

@MrMister: Naja - ich denke, daß der Threadstarter schon kurz einen Gruß an die Forengemeinde richten kann, bevor er mir seinem Thema loslegt.
In PN's und eMails ist ein Gruß für mich persönlich zwingend.

Liebe Grüße,

Martin (aka Krys) <- und das ist bei mir irgendwie Gewohnheit - ich hoffe mal, es stört sich keiner daran! Blumen
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MrMister
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 18:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, auf den Startthread bezogen gehört das für mich selbstverständlich auch dazu, aber da ein Forum ein Ort ist, an dem man sporadisch vorbeischaut und wieder geht ist es ziemlich schwachsinnig, 5x am Tag Hi zu sagen, anders als z.B. in einem Chat.
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KleineRobbe
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube, ich bin einer der Kandidaten, die im Chat immer klein schreibt. Das Problem bei mir ist, dass ich es mir einmal angewöhnt habe, und seit dem ist es bei mir automatisch. Ich probiere es seit längerem auch mal wieder abzugewöhnen, aber irgendwie geht das halt einfach nicht so leicht Konfus Unsicher Aber keine Angst Martin, ich mache Fortschritte. Breites Grinsen
Aber bei mir ist das eigentlich nur im Chat so, ansonssten achte ich immer auf die Groß- und Kleinschreibung. Auch auf die Rechtschreibung!
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Andreas
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

KleineRobbe hat Folgendes geschrieben:
Aber bei mir ist das eigentlich nur im Chat so, ansonssten achte ich immer auf die Groß- und Kleinschreibung. Auch auf die Rechtschreibung!


Man merkts Zunge rausstreckend
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KleineRobbe
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Du bist gemein Hämmernd Heul Obwohl du manchmal auch nicht besser bist!
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Andreas
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry Claudia, aber bei der Steilvorlage konnte ich einfach nicht anders Blumen Ich weiß ja das ich selbst keinen Deut besser bin Weinen
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KleineRobbe
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Schon okay, schließlich weiß ich ja, dass ich in Deutsch eigentlich überhaupt nicht schlecht bin Glücklich
Kopf hoch, Andreas Tröstend Blumen
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Andreas
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

:arrow:
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MluI
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Andreas hat Folgendes geschrieben:
:arrow:


gehen wir mal auf "Spam" ein Zwinkern
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KleineRobbe
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Habe zu ihm auch schon gemeint, dass er als Admin jetzt grad gar kein gutes Vorbild ist, weil Martin sieht es nicht gerne, wenn man nur einen Smilie ins Forum setzt Zwinkern
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Martin
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, so langsam sind wir ein wenig vom Thema abgekommen... Unsicher
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Andreas
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wollte nur mal demonstrieren wie man es nicht machen sollte Pfeifend 2

Back to Topic!
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Physikus
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BeitragVerfasst am: 22.06.2005, 11:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leute (ich habe mich so lange hier nicht mehr gemeldet, da darf ich das Zwinkern )

Erstmal muß ich darauf bestehen, daß ich - spätestens seitdem ich in Griechenland bin - weiß, daß kein Schwein außerhalb Deutschlands weiß, was zur Hölle ein Handy ist. Gleiches gilt übrigens auch für Showmaster. (Okay, im Gegenzug hält die Hälfte der Leute hier im Labor einen Moderator für etwas, das Neutronen abbremst Besserwisser ).

Naja, zum Thema Fremdwörter... es ist schon bezeichnend, wenn ein Professor der Uni Münster seinen Studenten bei einer Aufgabenstellung als Bemerkung sagt: "Der Usus von Fremdwörtern ist auf ein Minimum zu reduzieren." Vieles von dem, was heutzutage gerade bei der Jugend (jaja, die Jugend von heute) im Umlauf ist, ist wirklich nur peinlich. Aber man sollte auch nicht vergessen, daß Sprache etwas ist, das sich entwickelt. Ich habe gerade keine Statistik, aber ein großer Teil an Worten, die wir täglich benutzen und der deutschen Sprache zurechnen, stammen ursprünglich aus einer anderen Sprache. Bis zu einem bestimmten Punkt kann ich also gut damit leben, wenn man auch Fremdwörter und Anglizismen benutzt. Aber zwei Bedingungen habe ich doch. Erstens sollte man es nicht übertreiben und zweitens - womit viele wohl die größten Schwierigkeiten haben dürften - sollte man ein Fremdwort, das man benutzt, auch verstehen und erklären können. Es gibt wohl nichts Schlimmeres als jemanden, der mit Fremdwörtern nur so um sich wirft und keine Ahnung hat, wovon er eigentlich redet.

Und was den sonstigen Sittenverfall (zumindest sprachlich gesehen) im Netz angeht, finde ich, daß zumindest die Emoticons eine enorme Bereicherung darstellen. Wenn ich sie auch nicht gerade in einem Bericht an meinen Chef verwenden würde, sind sie im informellen Sprachverkehr doch sehr nützlich, um bestimmten Situationen zum Beispiel die Schärfe zu nehmen. Ich glaube, Martin hatte es oben erwähnt: Das Netz ist weitgehend anonym. Man sieht sein Gegenüber nicht und weiß nicht immer, ob eine Bemerkung nun scherzhaft oder ernst gemeint ist. Und da ist ein Doppelpunkt-Bindestrich-Klammer-auf dann schon sehr nützlich. Ich bin einer Meinung mit dem Rest von Euch, daß es bergab geht mit dem geschriebenen Wort, aber ich finde auch, daß man nicht alles rabenschwarz sehen sollte.

Ein Letztes noch: Jemand hatte weiter oben erwähnt, daß Schüler keine vernünftigen Sätze mehr zustande bringen ohne Fehlerzahlen im zweistelligen Bereich. Ich frage mich, ob das Internet als eine Umgebung, in der Regeln weitgehend ignoriert werden, nicht zu einem guten Teil dafür mit verantwortlich ist.
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Martin
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BeitragVerfasst am: 22.06.2005, 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Physikus hat Folgendes geschrieben:
...
Und da ist ein Doppelpunkt-Bindestrich-Klammer-auf dann schon sehr nützlich
...

Tach Physikus,

schön, daß Du auch mal wieder zu Wort kommst!

Aber bei jemandem wie Dir ist es egal, ob ich schreibe:

"Du bist ein Klugscheißer!"

oder

"Du bist ein Klugscheißer! Zunge rausstreckend"

In beiden Fällen trifft das zu. Besserwisser

Liebe Grüße,

Martin
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Physikus
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BeitragVerfasst am: 22.06.2005, 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist doch schön, wenn man von den Leuten gemocht wird Augenrollen

Aber nochmal ernsthaft: Bei Dir ist mir das egal, Martin, aber sagen wir mal, ich unterhalte mich im Chat mit jemandem, der gerade erst neu dabei ist und mache eine meiner überaus geistreichen Bemerkungen. Dann sagt derjenige, ich sei ein Klugscheißer, und das ohne einen Smiley. Dann schließe ich daraus: Was für ein Arschloch, mit dem unterhalte ich mich nie wieder! Und in dem Augenblick, in dem ich dann beleidigt verschwinde, weiß der andere nicht, was er falsch gemacht hat, denn er hat doch nur eine scherzhafte Bemerkung gemacht.
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MrMister
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BeitragVerfasst am: 22.06.2005, 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem, das Physikus anspricht, ist in der Tat eines der Hauptprobleme der modernen Kommunikationsmethoden: Die meisten Sprachforscher sind sich ja realtiv einig, dass nur ungefähr 30% der Informationen eines Satzes durch das, was wir sagen ausgedrückt werden und die anderen 70% auf Betonung, Gestik und Mimik entfallen. Das sind aber leider Faktoren, die wir im Internet nicht sehen können, so dass wir hier nur auf ein realtiv bescheidenes Repertoir von Smilies und Emoticons zurückgreifen können, die den gleichen Zweck erfüllen sollen.

Zitat:
Naja, zum Thema Fremdwörter... es ist schon bezeichnend, wenn ein Professor der Uni Münster seinen Studenten bei einer Aufgabenstellung als Bemerkung sagt: "Der Usus von Fremdwörtern ist auf ein Minimum zu reduzieren."


Dazu fällt mir nur eins ein: "Bei der intendierten Realisierung der linguistischen Simplifizierung des regionalen Idioms resultiert die Evidenz der Opportunität extrem apparent, den elaborierten und quantitativ opulenten Usus nicht assimilierter Xenologien konsequent zu eliminieren!"

Zitat:
Ein Letztes noch: Jemand hatte weiter oben erwähnt, daß Schüler keine vernünftigen Sätze mehr zustande bringen ohne Fehlerzahlen im zweistelligen Bereich. Ich frage mich, ob das Internet als eine Umgebung, in der Regeln weitgehend ignoriert werden, nicht zu einem guten Teil dafür mit verantwortlich ist.


Ich denke, dass die Technik (nicht nur das Internet) diese Entwicklung auf jeden Fall gefördert haben. Schon oft habe ich Sätze wie "Wofür gibts eine Rechtschreibkorrektur?" gehört...
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Andreas
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BeitragVerfasst am: 28.06.2005, 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr passend zum Thema: http://www.kasper-online.de/goldmail/
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BeitragVerfasst am: 01.07.2005, 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Gerade gefunden:

Es soll tatsächlich Leute geben, die behaupten, die Gross- und Kleinschreibung wäre nicht wichtig ...;-)))


Die Spinnen!
Die spinnen!

Warum sind füllige Frauen gut zu Vögeln?
Warum sind füllige Frauen gut zu <gleiches kleingeschrieben>?

Er hatte liebe Genossen.
Er hatte Liebe genossen.

Wäre er doch nur Dichter!
Wäre er doch nur dichter!

Sich brüsten und anderem zuwenden.
Sich Brüsten und anderem zuwenden.

Die nackte Sucht zu quälen.
Die Nackte sucht zu quälen.

Sie konnte geschickt Blasen und Glieder behandeln.
Sie konnte geschickt <gleiches kleingeschrieben> und Glieder behandeln.

Der Gefangene floh.
Der gefangene Floh.


Fast kein Unterschied, oder? Applause 2

PS: Hab zwei Wörter zensiert Augenrollen
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DaniDan
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Total Wörter: 4,846

BeitragVerfasst am: 09.07.2005, 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

LOL., die sind klasse Andreas, haste noch mehr davon ?
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