MEIN LEBEN & ICH - Folge
4 - "Der große Wurf"
Freitag, 10. Oktober 2003, um 21.15 Uhr
Alex hat Ärger. Nachdem ihr Claudia
im Jahr zuvor ein Abonnement der Kölner "Stadt-Illu"
geschenkt hat, bekommt sie nun Mahnungen, da sie das Abo nicht
gekündigt hat. Sie sieht nicht im geringsten ein, die Zeitschrift
weiter zu beziehen - und zu bezahlen - und schickt daher der
Redaktion einen harschen Brief, nicht ohne eins ihrer Schwarz-Weiß-Fotos
beizulegen, mit einem Hundehaufen, um ihrer Absage Nachdruck
zu verleihen. Der Brief hat einen gewissen Erfolg, denn die
Redaktion findet ihn so originell, dass sie Alex anbietet, zu
einem Vorstellungstermin vorbei zu kommen. Allerdings soll die
dennoch das Abo weiter bezahlen. Alex' teilt die spontane Begeisterung
von Claudia und Niko über das Jobangebot nicht, insgeheim
fühlt sie sich aber doch geschmeichelt. Schließlich
entscheidet sie sich, den Termin wahrzunehmen und bereitet eine
Mappe mit ihren besten Fotos vor.
Der Hund der Familie verhält sich in der letzten Zeit
sehr merkwürdig. Die Hündin frisst viel zu viel, versperrt
der Familie den Zugang zum Kühlschrank, und schleicht sich
- zum Entsetzten von Alex, die ja gerade die Unabhängigkeit
des Tieres immer geschätzt hat - andauernd an Alex heran,
um mit ihr zu spielen oder, noch schlimmer - sie abzuschlecken.
Keiner hat dafür eine Erklärung, bis Niko die Familie
mit der Erkenntnis überrascht: der Hund ist schwanger.
Und die Geburt der Welpen steht unmittelbar bevor.
Alex möchte sich aber um nichts in der Welt von ihrem Termin
bei der Stadt-Illu abhalten lassen, und da sie allein mit dem
winselnden Hund im Haus ist, ruft sie Claudia zu Hilfe. Die
kommt zwar hochgegeistert herbeigeeilt, bestellt bei Alex heißes
Wasser (für den Hund) und Kirschsaft (für sich selbst)
-allerdings gibt es schier unüberwindliche Hindernisse,
die es für Alex immer unwahrscheinlicher werden lassen,
pünktlich zu kommen. Der Hund mag Claudia nicht und schnappt
sogar zu. Claudia sieht den kleinen Blutstropfen an ihrem Finger
und wird prompt ohnmächtig, denn sie kann kein Blut sehen.
Beim Wegkippen wirft sie natürlich noch die Kanne Kirschsaft
um, der sich über Alex' Fotomappe ergießt. Alex versucht
noch, die Fotos zu retten und Claudia zu wecken, aber als diese
im Anblick der Kirschsaftläche, die sie für Blut hält,
in eine erneute Ohnmacht fällt, wird klar: Alex muss eine
Entscheidung treffen. Entweder den ersten Schritt zu einer Karriere
als Fotografin machen, oder dem Hund helfen!
Alex' Eltern haben mit ganz anderen Problemen zu kämpfen.
Bei ihrem jährlichen Jahrestag, den sie wie immer unter
einem alten Baum am Rhein mit einer heißen Liebesnacht
begehen, entdecken sie entsetzt, dass "ihr" Baum gefällt
werden soll! Mit allen Mitteln versuchen sie den Baum, das Symbol
ihrer Liebe, zu retten. Als die Telefonate mit allen möglichen
Ämtern zu nichts führen, erwacht der alte Kampfgeist
in ihnen. Sie beschließen, den Baum zu besetzen. Allerdings
stellen sie fest, dass sich die Zeiten doch geändert haben:
mit einem Schokoriegel sind sie nicht mehr zufrieden und auch
der Anspruch an die Bequemlichkeit hat sich geändert...
Mit Kissen, Proviantbergen, Kassettenrecorder für die Musik,
Laptop und und und muten sie dem alten, morschen Baum auf ihrem
immer komfortableren Hochsitz zuviel zu und bringen ihn schließlich
zum Einsturz. Immerhin überleben sie den Sturz mit heiler
Haut und der Hoffnung, dass ihre Liebe auch ohne 'ihren' Baum
überleben wird...
| Wolke Hegenbarth: |
Alex |
| Maren Kroymann: |
Anke |
| Gottfried Vollmer: |
Hendrik |
| Nora Binder: |
Claudia |
| Frederik Hunschede: |
Sebastian |
| Sebastian Kroehnert: |
Niko |
| Judith Delphine Hoersch: |
Sabine |
| Jonas Faust: |
Stefan |
| Nikolaus Schilling: |
Herr Lohse |
| Hannelore Lübeck: |
Frau Lohse |
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| Regie: |
Richard Huber |
| Buch: |
Cheryl Alu |
| Kamera: |
Michael Faust
Ansgar Krajewski |
| Headwriting: |
Mark Werner |